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Signals in the Flow: Vascular Biomarkers and Neurovascular Dysfunction in ME/CFS

Prof. Dr. Alain Moreau, University of Montreal, Kanada

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Signals in the Flow: Vascular Biomarkers and Neurovascular Dysfunction in ME/CFS

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Prof. Dr. Alain Moreau sprach über Forschungsbemühungen zur Identifizierung von Biomarkern für vaskuläre und neurovaskuläre Dysfunktion bei ME/CFS, um Patient*innen besser zu stratifizieren und so Präzisionsmedizinansätze zu optimieren. Mithilfe eines umfassenden Phänotypisierungsprotokolls setzte seine Forschungsgruppe verschiedene digitale Technologien ein und kombinierte diese mit Omics-Analysen. So maßen sie beispielsweise mit dem Hexoskin Smart Vest-Gerät verschiedene physiologische Parameter sowie die zerebrale und periphere Sauerstoffsättigung im Alltag, einschließlich der Hirnoximetrie während eines Stresstests mittels nicht-invasiver Nahinfrarotspektroskopie. Weitere Maßnahmen umfassten kognitive Tests zu Beginn sowie 90 Minuten und fünf Tage nach Stressinduktion. Das Team führte zudem Hausbesuche durch, um auch bei schwer betroffenen Patient*innen Tests durchzuführen. Um biologische Signale zu identifizieren, die die Entwicklung von Biomarkern ermöglichen könnten, analysiert die Gruppe außerdem Blut, Urin und Speichel mithilfe verschiedener Omics-Technologien. Anhand kognitiver Tests unter induzierter Post-exertioneller Malaise (PEM) identifizierte die Forschungsgruppe drei kognitive Verläufe bei den untersuchten ME/CFS-Patient*innen. Bei den am schwersten betroffenen Patient*innen stellten sie eine messbare Abnahme der Sauerstoffaufnahme sowie Muskelschwäche und Schmerzen fest. Anschließend korrelierten sie die drei identifizierten Cluster kognitiver Symptomstärke mit Haptoglobin, das die vaskuläre Stressreaktion moduliert, als biologischem Marker. Die veröffentlichten Ergebnisse (externer Link) zeigen, dass Haptoglobin 1-1 (Hp1-1), Hp2-2 und Hp2-1 entsprechend ihrer biologischen Wirkung in den drei Clustern auffindbar waren, die von resistenten über intermediäre bis hin zu schwersten kognitiven Beeinträchtigungen reichen. Prof. Dr. Moreau skizzierte eine Auswahl an Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln, die potenziell auf die identifizierten Funktionsstörungen abzielen könnten. Kürzlich konnte die Forschungsgruppe Brain Derived Neurotrophic Factor (BDNF) als weiteres Molekül identifizieren, das als Signal für vaskuläre Pathologie bei ME/CFS fungieren könnte und mit den drei identifizierten kognitiven Entwicklungspfaden korrespondierte. Basierend auf ihren Gesamtergebnissen wären vielversprechende Wirkstoffkandidaten solche, die dazu beitragen, Hämolyse zu reduzieren, Mikrozirkulation zu verbessern, den Energiestoffwechsel der roten Blutkörperchen wiederherzustellen und oxidativen Stress abzuschwächen.