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Perfusion Across Scales in ME/CFS: From Capillary Density to Cerebral Blood Flow

Annabell Sprenger, Universitätsklinikum Regensburg, Deutschland

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Perfusion Across Scales in ME/CFS: From Capillary Density to Cerebral Blood Flow

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In ihrer Posterpräsentation berichtete Annabell Sprenger über Forschung zur vaskulären Dysregulation als Krankheitsmechanismus bei ME/CFS, die im Rahmen der MIRACLE-Studie durchgeführt wird. Bislang wurden 36 Patient*innen und 25 gesunde Kontrollpersonen eingeschlossen, wobei von 16 Patient*innen und 12 gesunden Kontrollpersonen insgesamt etwa 9800 Kapillaren analysiert wurden. Die Untersuchungen umfassen Kapillardichte, -länge, -durchmesser und morphologische Anomalien. Die Studie beinhaltet auch die Messung der zerebralen Durchblutung mittels transkranieller Doppler-Sonographie im Normalzustand und nach passivem zehnminütigen Stehtest. Im Ausgangszustand wurden keine relevanten Gruppenunterschiede beobachtet. Nach orthostatischem Stress zeigten die gesunden Kontrollpersonen jedoch durchgehend höhere Flussgeschwindigkeiten über alle Parameter hinweg. Dies könnte auf eine Tendenz hin zu einer geringeren zerebralen Perfusion bei ME/CFS hindeuten. Diese vorläufigen Ergebnisse legen nahe, dass vaskuläre Dysregulation mehrere Ebenen des Gefäßsystems bei ME/CFS betreffen könnte. Die laufende prospektive Studie arbeitet an der Entwicklung eines multimodalen Diagnosekonzepts, das praktische und klinisch anwendbare Instrumente kombiniert. Darauf aufbauend soll ein datengestützter multimodaler Diagnose-Score für ME/CFS entwickeln werden, der funktionelle, autonome und vaskuläre Parameter integriert.