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Bettina Grande stellte die Rolle der Psychotherapie bei ME/CFS sowie das von ihr mitgegründete Psychotherapie Netzwerk ME/CFS vor. Sie betonte, dass Psychotherapie bei ME/CFS keinen kurativen Anspruch habe, sondern als begleitender, schützender Raum dienen müsse, in dem Patient*innen nicht psychologisiert oder bagatellisiert werden. Sie beschrieb die belastende Lebenssituation vieler schwer Erkrankter. Häufig fehle es an Zugang zu hausärztlicher oder spezialisierter Versorgung. Psychotherapeut*innen seien für viele Betroffene der letzte verbleibende Kontakt zum Gesundheitssystem. Aus dem Bedarf an Austausch und Unterstützung entstand das Psychotherapie Netzwerk ME/CFS, das von der Psychotherapeutenkammer Baden-Württemberg akkreditiert ist. Das Netzwerk ist verfahrensübergreifend ausgerichtet, verfolgt einen klaren Konsens zur Rolle der Psychotherapie und bietet Fortbildung, Fallbesprechungen und fachliche Sicherheit im Umgang mit Patient*innen. Inzwischen gäbe es rund 300 Teilnehmende. Das Netzwerk soll als eine dauerhafte fachliche und politische Struktur etabliert werden.