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Findings from Functional MRI in ME/CFS and PCS

Prof. Dr. Carsten Finke, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Deutschland

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Findings from Functional MRI in ME/CFS and PCS

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Prof. Dr. Carsten Finke gab einen Überblick über aktuelle Neuroimaging-Verfahren bei ME/CFS und Long COVID. Vorgestellt wurden strukturelle Magnetresonanztomografie (MRT)/Volumetrie, Diffusionsbildgebung (DTI), Task-basierte und Resting-State-fMRT, Arterial Spin Labeling (ASL), Magnetresonanzspektroskopie (MRS) sowie Positronen-Emissions-Tomographie (PET) – und ihre jeweiligen Beiträge zum Verständnis von Pathophysiologie, Neuroinflammation, Perfusion und Metabolismus. Strukturelle MRT-Daten aus einer Charité-Studie von 47 Post-COVID-Patient*innen vs. 47 Kontrollpersonen zeigten leichte, aber nachweisbare Volumenreduktionen im Thalamus und Pallidum. Ergänzende DTI-Befunde lieferten Belege die mit physischer Fatigue und Tagesschläfrigkeit korrelierten. 7-Tesla-MRS-Studien berichteten von erhöhten Lactat- und Glutamatwerten sowie reduzierten Cholinwerten – Hinweise auf Energiestoffwechselstörungen und neuroinflammatorische Prozesse. Eine Studie mit ME/CFS- und Long COVID-Patient*innen identifizierte unterschiedliche metabolische Muster zwischen den Gruppen. ASL-Daten belegten regionalspezifische Perfusionsminderungen, die mit klinischen Schweregraden korrelierten. Im Bereich der funktionellen MRT präsentierte Prof. Dr. Finke eine 7-Tesla-Stroop-Aufgaben-Studie: Gesunde zeigten im Verlauf eine Zunahme subkortikaler Konnektivität, ME/CFS- und Long COVID-Patienten hingegen abweichende Muster im Default-Mode- und Salienznetzwerk sowie reduzierte Hippocampus-Konnektivität. Eine multimodale Resting-State-Studie (86 Long COVID-Patient*innen mit kognitiver Beeinträchtigung) dokumentierte reduzierte Konnektivität zwischen parahippocampalen, orbitofrontalen und zerebellären Regionen in Assoziation mit Gedächtnisdefiziten. Eine weitere Analyse zeigte thalamische Konnektivitätsunterschiede zwischen Long COVID-Patient*innen mit akuter Fatigue vs. ohne akute Fatigue. Abschließend berichtete er über eine hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT)-Studie an 30 ME/CFS-Patient*innen: Eine bei diesen erhöhte thalamische Konnektivitäten normalisierten sich nach 40 HBOT-Sitzungen. Prof. Dr. Finke schloss mit dem Hinweis, dass Kohortenheterogenität eine zentrale Herausforderung bleibt und dass bessere Subgruppenselektionen – in enger Zusammenarbeit mit Immunphänotypisierungs-Ansätzen – nötig sind, um die ursächlichen Pathomechanismen zu identifizieren.