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Im Rahmen Ihrer Posterpräsentation stellte Dr. Elisabeth Schieffer die MIRACLE-Studie vor und konzentrierte sich dabei auf erste Studienergebnisse, die auf ein verringertes Entzündungspotenzial von High-Density-Lipoprotein (HDL) sowie auf eine geringere mitochondriale DNA-Kopienzahl bei ME/CFS-Patient*innen hinweisen. Insgesamt sollen 200 Patient*innen und 200 Kontrollpersonen untersucht werden. Mithilfe verschiedener Tests und Blutanalysen untersucht die Studie die molekularbiologischen Gegebenheiten der Patient*innen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung des HDL-Proteoms. Ein weiterer Aspekt der Studie ist die Isolierung mononukleärer Zellen des peripheren Blutes (PBMCs). Ein aus der PBMC-Analyse gewonnener Marker ist die mitochondriale DNA-Kopienzahl. Bei den bislang untersuchten ME/CFS-Patient*innen zeigte sich eine geringere Kopienzahl, die sich signifikant von der Kontrollgruppe unterschied. Weitere Analysen bestätigten, dass diese geringere Kopienzahl kein altersbedingtes Phänomen darstellt. Zudem ergab die Inkubation von Endothelzellen mit dem HDL-Proteom, dass bei ME/CFS-Patient*innen verminderte Entzündungssignale – konkret hinsichtlich der Expression von Interleukin-6 (IL-6) sowie Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-alpha) – auftraten. Zusammenfassend deuten die vorläufigen Ergebnisse auf eine unterdrückte Immunantwort und eine reduzierte Energieversorgung bei ME/CFS-Patient*innen hin.