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Prof. Dr. Valentina Puntmann präsentierte erstmals die Ergebnisse der randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studie MYOFLAME-19. Sie erläuterte zunächst postinfektiöse Erkrankungen aus kardiologischer Sicht und wies dabei auf die Myokarditis bei jungen Menschen als unmittelbare, infektionsbedingte Gesundheitsgefahr hin. Eines ihrer Hauptanliegen ist die Integration der kardialen Magnetresonanztomographie (MRT) in die Diagnostik von Herzerkrankungen, um therapeutische Interventionen zu steuern. Kardio-MRT kann zudem zur Darstellung dynamischer Krankheitsprozesse, einschließlich chronischer Krankheitsaktivität und Remission, eingesetzt werden. Die COVID-19-Pandemie bestätigte die bisherigen Arbeiten von ihr und ihren Kolleg*innen. Befunde der COVID-19-Patient*inn verdeutlichten die Bedeutung chronischer, persistierender, immunvermittelter Entzündungen im Gefäßsystem nach einer Infektion. Endotheliale Dysfunktion wurde als zentraler Pathomechanismus identifiziert, der an der Schnittstelle von Immundysregulation, Autoimmunität und autonomer Dysfunktion liegen und sogar zu Folgeerscheinungen wie einem Ungleichgewicht im Metabolismus, einschließlich Laktat, führen kann. Die Stabilisierung des Endothels könnte daher ein wichtiger Ansatzpunkt für therapeutische Interventionen sein. Die MYOFLAME-19-Studie wurde daher konzipiert, um Losartan - einen Angiotensin-II-Rezeptor-Typ-1-(AT1)-Rezeptorblocker - in Kombination mit Prednison - als Mittel um eine geringgradige Entzündung zu behandeln auf Grundlage von Erkenntnissen über niedrige Cortisolwerte bei Post-COVID-Patient*innen - einzusetzen. Die in die 16-wöchige Studie eingeschlossenen Patient*innen wiesen keine vorbestehenden Herzerkrankungen auf. Nach bildgebenden Verfahren zur Bestimmung von Entzündungsmarkern wurden die Patient*innen randomisiert einer Gruppe mit Losartan, einer Gruppe mit Losartan in Kombination mit Prednison oder einer der entsprechenden Placebo-Kontrollgruppen zugeteilt. Insgesamt wurden 832 Patient*innen gescreent, 302 unterzogen sich einer kardialen Bildgebung und 279 wurden anschließend in die Interventions- oder Placebogruppen randomisiert. Das Medianalter betrug 39 Jahre. Die eingeschlossenen Patient*innen waren überwiegend weiblich und wiesen seit mindestens 12 Monaten Symptome eines Post-COVID-Fatigue-Syndroms auf. Die Ergebnisse der Studie, die auf eine Erhöhung der Ejektionsfraktion, eine Reduktion von Entzündungsmarkern und des Vorhofdrucks hindeuten, stützen die zentrale Hypothese einer behandelbaren Gefäßfunktionsstörung, da sich die Symptome der behandelten Patient*innen parallel zu den Markerwerten verbesserten. Obwohl die Studie ihren primären Endpunkt nicht erreichte, liefern die Ergebnisse einen ersten richtungsweisenden Machbarkeitsnachweis. Die gewonnenen methodischen und mechanistischen Erkenntnisse können die Grundlage für weitere Untersuchungen und klinische Studien bilden, einschließlich einer zukünftigen Erweiterung von MYOFLAME-19.