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Therapiestudien zu ME/CFS und PCS: Aktuelle Übersicht

Prof. Dr. Carmen Scheibenbogen, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Deutschland

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Therapiestudien zu ME/CFS und PCS: Aktuelle Übersicht

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Prof. Dr. Carmen Scheibenbogen fasste im abschließenden Vortrag die zuvor vorgestellten klinischen Studien, davon fünf placebokontrolliert, zur Therapie von ME/CFS und Post-COVID-Syndrom zusammen. Erst genannt wurde die MYOFLAME-19-Studie, welche von Prof. Dr. Valentina Puntmann vorgestellt wurde, und bei einer speziellen Post-COVID-Subgruppe eine Verbesserung von Herzfunktion und Entzündungsparametern aufgezeigt hat. Als zweite Studie nannte Scheibenbogen die schon vor der Pandemie gestartete CFS_CARE Studie, der Charité – Universitätsmedizin Berlin, deren Schwerpunkt auf einer symptomorientierten Versorgung von ME/CFS-Patient*innen lag. Scheibenbogen bewertete das Ergebnis dieser Studie als ernüchternd, jedoch hätten die Patient*innen von einem verbesserten Management der Krankheit berichtet. Darauffolgend wurde die placebokontrollierte Low-Dose Naltrexon (LDN) Studie von Prof. Dr. Luis Nacul genannt, welche zwar ihr primäres Ziel - eine Verbesserung der Fatigue - nicht erreicht hätte, jedoch müssten noch weitere Studienparameter ausgewertet werden. Anschliessend nannte sie die von Prof. Dr. Øystein Fluge vorgestellte Studie zu Daratumumab, einem monoklonalen Antikörper, welcher sein Wirkungsspektrum nur bei Patient*innen mit positivem Autoantikörper-Befund zeigte. Eine weitere Studie zu Methylprednisolon zeigte keinen Einfluss auf die neurokognitiven Einschränkungen von Post-COVID-Patient*innen. Scheibenbogen nannte gleich mehrere Studien von Prof. Dr. David Putrino: Rapamycin, Mikro Tesla Magnettherapie - welche eine deutliche Verbesserung der Kognition und der mentalen Gesundheit aufzeigte - und Valtrex, Celebrex und Paxlovid. Weiter nannte sie Dr. Gunnar Gottschalks Studie zu Rapamycin, welches einmal wöchentlich niedrig dosiert verordnet wurde und zu einer Verbesserung von einer Vielzahl von Symptomen führte. Als letzte Studie wurde eine Immunadsorptionsstudie der Nationale Klinische Studiengruppe ME/CFS and Post-COVID-Syndrom (NKSG) erwähnt, welche bei einem Teil der Patient*innen eine temporäre Symptomeverbesserung zeigte. Scheibenbogen beendete ihre Vortrag mit der Erkenntnis, wie wichtig Biomarkerdaten für die Einordnung der sehr heterogenen Krankheit ME/CFS seien. Zentrales Fazit sei, dass ME/CFS und Post-COVID-Syndrom eine große biologische Heterogenität aufweisen und Studien deshalb stärker nach immunologischen Subtypen und Biomarkern stratifiziert werden sollten, was schlussendlich zu gezielten und aussagekräftigeren Therapiestrategien führen würde.

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